Rad-Marathon Tannheimertal  224 km und 3000 Hm

Daniel, Konrad, Peter, Andi (Gastfahrer aus Innsbruck) und ich entschließen uns trotz schlechtem Wetterbericht mit Regen, Hagel und Sturmvorhersagen am Radmarathon Tannheimertal teilzunehmen. Am Sonntagmorgen war der Himmel blau und die Temperaturen sehr angenehm, das erleichtere unsere Entscheidung zu starten. Der Startschuss im Tannheimertal fiel pünktlich um 06:00 Uhr. Zuerst ging es am Radlweg sehr zügig entlang nach Grän und von dort über die Bundesstraße, wo sich bereits einzelne Gruppen bildeten, weiter nach Schattwald bis nach Deutschland. Daniel konnte sich von Anfang an in der Spitzengruppe halten, im Gegensatz zu mir. Ich konnte mich nicht recht gut einer Gruppe anschließen, somit musste ich auf der Bundesstraße nach Schattwald kräftig in die Pedale treten, um an die Gruppe anschließen zu können. Mein Pulsmesser zeigte 186 HF an und somit wusste ich, dass sich mein max. Puls nicht mehr bei 183 HF befindet. Zu dritt konnten wir dann die Gruppe einholen und radelten dann im Windschatten mit. Die kurzen spritzigen Anstiege nach Jungholz und Oberjoch ließen mich meine Beine spüren, aber ich wusste ich muss mich in der Gruppe halten, ansonsten wird es schwierig die 85 km bis zum Anstieg des Riedbergpass in einem guten Tempo zu erreichen. Der Anstieg des Riedbergpass (6 km, 573 Hm) war anfangs sehr steil, bis zu 16 % Steigung. Ich wusste, wenn ich mit Vollgas in den Berg hineinfahre, kann ich spätestens am Pass das Rennen beenden, deshalb versuchte ich die Geschwindigkeit zu regulieren, um Kraft für die weiteren Kilometer zu sparen. Ich wurde zwar von vielen Fahrern überholt, konnte aber mit einem guten runden Tritt den Berg hinaufklettern und überholte im Laufe der Zeit auch den ein oder anderen. Am Riedbergpass angekommen ging es dann in einem schnellen Tempo hinab. Die Baustelle und der Schotter auf der Straße erschwerten die letzten Kurven der Abfahrt. Weiter ging es dann Richtung Bregenzerwald mit einer Gruppe von 10 Fahrern. Von Ellmau bis nach Schröcken und schlussendlich bis zum Hochtannbergpass (13 km, 906 Hm) löste sich die Gruppe und jeder fuhr sein Tempo. Der Ausblick auf die rundumliegenden Berge war fantastisch und die Kehren waren nicht mehr so steil wie die vom Riedbergpass. Nur die Hitze erschwerte die Fahrt und da war ich über eine Flasche Wasser am Hochtannbergpass mehr als froh. Der Gedanke an Wasser und die bereits zurückgelegten Kilometer steigerten meine Motivation und so erreichte ich die Spitze des Passes. Mein Papa informierte mich gleich von Daniels super Leistung, dass er als 1. den Hochtannbergpass erreichte. Dann ging es hinab nach Warth wo uns die nächste Bausstelle erwartete. Von weiteren Fahrern war keine Spur. Einen Fahrer überholte ich abwärts, dieser hängte sich aber nicht an. Somit spielte ich mit dem Gedanken das Lechtal alleine bewältigen zu müssen. Auf der Geraden entdeckte ich dann Holger, den Retter in der Not, der mich das ganze Lechtal bis zur nächsten Gruppe begleitete. Der Gaichtpass (4,3 km, 211 Hm) war somit der letzte Anstieg und ein leicht befahrbarerer Pass mit einer schönen Steigung. Nach dem Pass erreichte uns Daniel, der bereits im Ziel war. Mit Daniel an meiner Seite trat ich nochmals kräftig in die Pedale und kurz vor dem Ziel sprinteten wir die letzten Meter und somit gelang es mir noch ein paar Plätze zu gewinnen. Daniel erging es beim Gaichtpass leider nicht so gut. Als sie zu viert in den letzten Kreisverkehr einfuhren, wurde er geschnitten und kam zum Stillstand. Er erreichte den hervorragenden 4. Gesamtplatz, ohne Stillstand wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Holger, dem Retter in der Not, sowie Daniel, der mir noch ermöglichte einige Fahrer zu überholen, bedanken. Natürlich auch bei Heidi und meinem Papa, die uns wie immer tatkräftig unterstützten. Es war ein spannendes und anstrengendes Rennen und es hat sich auf alle Fälle gelohnt sich zu quälen! Schlussendlich konnten wir alle gute Ergebnisse erzielen:

 

Daniel Pechtl:                    Gesamt H 4., Klasse 4.

Konrad Kröll:                     Gesamt H 82., Klasse 30.

Mader Andreas:              Gesamt H 106., Klasse 46. (Gastfahrer mit einer super Leistung!!)

Peter Jäger:                       Gesamt H 401., Klasse 205.

Carina Rudigier:               Gesamt D 7., Klasse 5.

 

Bericht: Carina

 

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