Amade Radmarthon

Traditionell einer der ersten Radmarathons des Jahres, dazu im Ruf stehend, landschaftlich einer der ganz schönen zu sein - das ist der Amade Radmarathon. Zu viert, Carina, Daniel, Patrick und ich, haben wir uns also aufgemacht, das Salzburger Land zu erkunden und - alle vier - die lange Strecke (146 km, 2200 hm) zu bestreiten. Ich hab es mit einem Kurzurlaub in Salzburg verbunden, die Eishöhle (Eisriesenwelt) in Werfen besucht und es mir auch sonst gut gehen lassen, ausreichend Eiweiß und Kohlenhydrate getankt (war so auch der erste Radmarathon, bei dem ich schwerer nach Hause kam als ich hingefahren bin). Am Sonntag in der Früh ein erstes Aufatmen: das Wetter in Radstadt sieht gut aus, sehr gut sogar. Perfekt, die wasserdichten Überschuhe können im Auto bleiben! Dann: Start um halb acht, erst wird neutral gerollt, nach einem guten Kilometer geht’s aber gleich in die erste Steigung, nicht sehr lang, aber recht knackig, dann etwas bergab und rein in die nächste, etwas längere Steigung hinauf in die Ramsau. Mein Plan, bereits in den Steigungen unserem „Wettkampf-Jüngsten“ gleich ein paar Meter abzunehmen, hat nicht funktioniert. Ganz unbeeindruckt kurbelt Patrick mit mir gleichauf auf den Berg. Daniel sowieso vorne weg, allerdings verfehlt er oben ganz knapp den Anschluss an die Spitzengruppe und muss sich eine Viertelstunde alleine weiterkämpfen und Körner lassen, dass es fast schon Hagel gleicht. Carina, wacker wie gewohnt, tritt ihr Tempo, ein rasches Tempo, und irritiert ihre Begleiter regelmäßig mit ihrem, auch gewohnt, intensivem Atem! Von der Ramsau geht es dann ca. 100 km mehr oder weniger bergab bzw. eigentlich wellig dahin. Die Landschaft wäre sicher super, aber dann kommt dann doch Regen, teilweise starker Regen. Na super…die wasserdichten Überschuhe sind im Auto geblieben! Trotzdem ein interessantes Rennen, ziemlich unrhythmisch zwar, eine Mischung aus Getrödel und dann wieder unmotivierten Antritten. Daniel voraus, Patrick und ich in derselben Gruppe und Carina etwas, aber gar nicht weit, dahinter. 25 km vor dem Ziel geht es dann wieder bergauf, für mich die Chance doch noch ein paar Meter auf Patrick gut zu machen. Mit unserer Leistung können wir alle zufrieden sein: Daniel 3 ½ min hinter dem Sieger, Patrick und ich gute 20 min und Carina sehr starke 40 min und in der Teamwertung haben wir es sogar auf den zweiten Platz gebracht.

Doch das Rennen hat uns auch wieder bewusst gemacht: Radfahren ist für uns vielleicht die wichtigste Nebensache der Welt, aber es gibt viel Wichtigeres im Leben!

Martin, wir werden dich vermissen, den Kollegen, den perfekten Betreuer bei den Rennen und vor allem den Freund!

Konrad Kröll

 

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